Warum Donauliteratur?

Ich, die Autorin Ruth Aspöck, habe vielfältige Beziehungen zur Donau. In Linz beim damaligen Zonengrenzfluss (zwischen den US-Amerikanern und den Sowjets) aufgewachsen, lernte ich im Parkbad schwimmen und im Linzer Donauhafenbecken tauchen. Wer kann die Luft länger anhalten?
Die Sommerferien verbrachte ich bei Verwandten im schwäbischen Ulm dort wo die Donau noch jung ist.
Ein Ahn kam aus Pressburg und ich wohne seit Jahrzehnten in Wien, bin die Neue Donau viele Male überschwommen.
Meinen literarischen Verlag (die Bücher sind nur mehr antiquarisch erhältlich) nannte ich „Edition die Donau hinunter“. Das war inhaltlich und regional auch Programm.

 

Foto: Martin Aspöck

 

 

Derzeit beschäftigen mich zwei Großprojekte:

 

Ich habe zum einen mit einem neuen Studium begonnen und stehe im 3. Semester der evangelischen Fachtheologie. Es ist ein hochinteressantes Studium, das viele Menschen verschiedenster Herkunft und Lebensgeschichten anzieht. Für mich ist es ein Genuss und eine Lust, diesmal ohne drückende Finanznot studieren zu dürfen. Mein Wissen und mein Verständnis für Zusammenhänge wachsen enorm.

 

Das zweite Projekt ist meine Beschäftigung mit James Sidney Ensor, dem belgischen Maler (1860 bis 1949) Seit ich vor einem Jahr in seinem Haus in Oostende einige seiner Bilder sah, lässt mich der Gedanke, über diesen Maler ein Buch zu schreiben, nicht mehr los. Ich habe bereits damit begonnen. Im Herbst 2018 werde ich in Antwerpen und Gent sein und einiges Material für mein Buchprojekt mitbringen können.